Hartmut Schörghofer

Der gebürtige Salzburger studierte Innenarchitektur in Linz sowie Bühnenbild an der Universität Mozarteum Salzburg. Bereits während des Studiums assistierte er bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, am Wiener Burgtheater sowie an der Oper Frankfurt.
Seit 1989 ist er international als Bühnenbildner tätig. Zunehmend widmet er sich auch der Opernregie, die ihn in ungewöhnlichen Spielräumen besonders fasziniert. Zu seinen bemerkenswertesten Projekten zählen Der Ring des Nibelungen und Herzog Blaubarts Burg in Budapest. Große Erfolge feierten seine Inszenierungen von Glucks Orfeo und Myslivečeks L’olimpiade am Nationaltheater in Prag. Ihn führten Engagements in die drei deutschsprachigen Länder, außerdem nach Frankreich, Belgien, Russland, Schweden und Slowenien.
Zu seinen wichtigen Arbeiten als Bühnenbildner zählen Produktionen wie The Rake’s Progress (Volksoper Wien), Falstaff und Madama Butterfly (Semperoper Dresden), The Turn of the Screw (Graz), Doktor Faust (Ulm), Daphne (Salzburg, Karlsruhe), La traviata (Straßburg), Un ballo in maschera (Deutsche Oper am Rhein), Rusalka (Erfurt, Canadian Opera Company Toronto), Les Contes d’Hoffmann (Hamburg) sowie Andrea Chénier, Pique Dame und Eugen Onegin in Stockholm. Darüber hinaus gestaltete er zahlreiche Mozart-Produktionen, unter anderem in Linz, Salzburg, Innsbruck, Darmstadt, Dresden, Halle, Schwerin, Aachen, Ufa und Dortmund.
Von 2014 bis 2018 hatte Hartmut Schörghofer eine Professur für Bühnenbild an der Kunstuniversität Graz inne. Von 2020 bis 2024 war er zudem als Technischer Direktor an der Organisation der Tiroler Festspiele beteiligt.