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Alois Mühlbacher

  Alois Mühlbacher ©

Fast bruchlos setzt sich die Karriere von Alois Mühlbacher vom jungen Sopransolisten in die Countertenorlage fort. Er sang bei der Eröffnungsgala des neuen Opernhauses Wladiwostok, beim Silvesterkonzert des Mozarteumorchesters im Großen Festspielhaus unter Ivor Bolton in Salzburg und den Daniel im Oratorium Susanna unter Martin Haselböck im Großen Musikvereinssaal in Wien. Im Dezember 2016 war er Altsolist in Bachs Weihnachtsoratorium in München. Im Wiener Musikverein hat er Bachs h-Moll Messe, die Johannespassion und die Matthäuspassion gesungen. Letztere wurde auch in Los Angeles und Mexiko aufgeführt. Darüber hinaus ist er im Rahmen des Festivals „Resonanzen“ im Wiener Konzerthaus aufgetreten.

Im Sommer 2021 war er in einer Hauptrolle der Telemann Oper Pastorelle en Musique unter Dorothee Oberlinger zu hören (Aufführungen bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und Musica Bayreuth). Diese Produktion wird zeitnah als DVD und CD bei Sony erscheinen. 

Als Ergebnis einer jahrelangen Zusammenarbeit mit dem Ensemble Ars Antiqua Austria und Gunar Letzbor ist seine Stimme vom Sängerknabenalter bis heute auf zahlreichen CD-Einspielungen mit vorwiegend österreichischer Barockmusik solistisch dokumentiert.

Seine besondere Liebe gilt dem Liedgesang. Gemeinsam mit seinem Klavierpartner Franz Farnberger gab er bereits zahlreiche Liederabende. Sein unverwechselbarer, geschmeidiger und wandlungsfähiger Stimmklang ermöglicht ihm dabei auch ein für Countertenöre unübliches, breitgefächertes Repertoire von Schubert bis Richard Strauss.

Alois Mühlbacher, geboren 1995 in Oberösterreich, erregte schon als Solist der St. Florianer Sängerknaben mit spektakulären CD-Aufnahmen wie beispielsweise Arien der Königin der Nacht und Zerbinetta sowie Liedern von Gustav Mahler Aufsehen und feierte auf den Podien internationaler Konzertsäle große Erfolge. So sang er im Salzburger Festspielhaus das Sopransolo in Mahlers 4. Symphonie und in Tokio die Rolle des Yniold in Pelleas et Melisande. Franz Welser-Möst – „Ich habe so eine Knabenstimme noch nie in meinem Leben gehört“ – und Ioan Holender engagierten den Fünfzehnjährigen als Jungen Hirten in Tannhäuser an die Wiener Staatsoper. Später sang er dort auch den Oberto in Alcina unter der Leitung von Marc Minkowski. In der Zauberflöten-Aufnahme unter René Jacobs ist er der 1.Knabe.

Er absolvierte ein Schauspielstudium in Linz und studierte Sologesang an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien bei Prof. Uta Schwabe.

Alois Mühlbacher lebt in Wien.

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