fakeimg
foyer_2.jpg
Heiner Müller

Macbeth

Tragödie nach William Shakespeare

Schauspiel
Spielstätte Kammerspiele

Termine 2021/2022

Samstag, 28. Mai 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Mittwoch, 08. Juni 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Sonntag, 19. Juni 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Freitag, 24. Juni 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Freitag, 01. Juli 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Dienstag, 05. Juli 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Stückinfo

Der (ost-)deutsche Dramatiker Heiner Müller hielt sich mit seiner Macbeth-Version aus dem Jahr 1971 relativ eng an Shakespeare. Müllers Macbeth erzählt die Tragödie des Königsmörders Macbeth „in einer zirkulär verlaufenden Geschichte“, deren Plot und Charaktere zwar erhalten bleiben, die aber durch Kürzungen knapper ausfällt. Anders als bei Shakespeare bezieht sich das Grauen bei Müller nicht auf die persönliche Schuld Macbeths; Macbeth ist keine Ausnahme im Zyklus der Macht. Das tragische Ende verweist auch nicht auf eine Änderung des Systems, Macbeth ist Produkt und Repräsentant dieser Sozialordnung. Es geht um das ewig gleiche Prinzip von Machtergreifung und -erhalt, in dem Macbeth gefangen ist: Macbeth erscheint selbst als der Schlächter im Dienst einer fremden (Duncans) Sache, der mit dem Königsmord lediglich den Schritt geht – vom fremdbestimmten Schlachten zum selbst- bestimmten Morden.

 

Müller wendet sich gegen die tradierte Rezeption: Er drängt „die Psychologie der Gewissensqualen“ rigoros an den Rand und erzählt in äußerster Verknappung die „Story eines brutalen und blutigen feudalen Machtkampfs.“ Wo in der Shakespeare-Rezeption vom „Seelendrama“ gesprochen wurde und wo man „göttliches Fatum“ walten sah, wird in Müllers Adaption der Tragödie der blutrünstige Macbeth zu einer im „Räderwerk des blutigen Geschichtslaufs“ gefangenen Figur.