Ilja van den Bosch

© Hanusch
Ilja van den Bosch wurde in den Niederlanden geboren, wo sie ihre Ausbildung am Königlichen Konservatorium in Den Haag begann. Nachdem sie ihr Diplom als Tänzerin an der John-Cranko Schule in Stuttgart erhielt, folgten Festengagements u. a. am Theater Schleswig-Holstein, Ballett Vorpommern und am Tiroler Landestheater.
In der Spielzeit 2006/2007 wechselte sie in das Ensemble des Linzer Landestheaters, wo sie u. a. als Marie im Nussknacker, als Coppélia und Klara in Coppélia, als Marzelline in Fidelio – Ein Ballett, als Prinzessin Aurora in Dornröschen sowie als Julia in Romeo und Julia zu erleben war. Daneben ermöglichten ihr internationale Festivalteilnahmen und Gastengagements die Zusammenarbeit mit zahlreichen Choreograf:innen.
Noch während ihrer Tanzkarriere begann Ilja zu choreografieren, zu unterrichten und zu studieren. Sie schloss ihr tanzpädagogisches Studium mit dem Master of Arts ab und ist zudem diplomierte Kinder- und Jugend-Mentaltrainerin.
2013 gründete sie die OÖ Tanzakademie, die eine professionelle tänzerische Ausbildung für Kinder und Jugendliche bietet. Diese wird als Kooperation zwischen dem Landestheater Linz und dem OÖ Landesmusikschulwerk geführt und von Ilja künstlerisch geleitet. Innerhalb des Landestheaters entwickelt sie dafür jährlich das Konzept sowie die Choreografien für die Tanzproduktion Tanzoptikum. Außerdem kooperiert sie seit vielen Jahren mit dem Bruckner Orchester Linz bei Jugendkonzerten. Tänzer:innen der Akademie treten zudem in zahlreichen Projekten, Produktionen und Aufführungen auf. Darüber hinaus konzipiert und choreografiert sie einmal jährlich eine große Tanzproduktion für Kinder in Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern im Brucknerhaus.
Ilja arbeitete über die Jahre als Gasttrainerin in verschiedenen europäischen Tanzkompanien und gibt Fortbildungen für Lehrkräfte. Ihre Choreografien werden regelmäßig an verschiedenen Theatern aufgeführt. Ihr besonderes Interesse gilt der Verbindung von Tanz mit unterschiedlichen künstlerischen Bereichen. Innerhalb des Linzer Landestheaters, insbesondere in den Bereichen Oper, Opernstudio und Junges Theater, entstanden daher auch eine jahrelange Zusammenarbeit und zahlreiche Choreografien.