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Richard Strauss

Ariadne auf Naxos

Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel
Libretto von Hugo von Hofmannsthal

Mit zusätzlichen Übertiteln

Oper
Premiere 13.04.2008
Spielstätte
Weitere Termine werden in Kürze bekannt gegeben

Stückinfo

Im Haus eines reichen Mannes werden Vorbereitungen für die Aufführungen der Oper „Ariadne“ und einer Stegreifkomödie getroffen. Um rechtzeitig vor dem Feuerwerk fertig zu sein, sollen Oper und Komödie gleichzeitig aufgeführt werden – zumal der Herr des Hauses hofft, dadurch die vermutlich langweilige Oper zu beleben. Den aufgebrachten Opernkomponisten kann Zerbinetta, die zur Komödianten- truppe gehört, mit ihrem Charme ein wenig ablenken. Die Aufführung beginnt. Ariadne, von Theseus auf einer Insel zurückgelassen, klagt in der Einsamkeit. Auch Zerbinetta und ihre Spaßmacher können die lebensmüde Ariadne nicht aufheitern. Als Gott Bacchus auf die Insel kommt, ist die Todessehnsucht rasch verflogen. Ariadne und Bacchus besingen ihre jäh erwachte Liebe, während Zerbinetta spöttisch kommentiert, dass ihr die übermäßige Treue Ariadnes von Beginn an nicht realistisch erschien.

Hofmannsthal hat mit großem Raffinement Figuren der griechischen Mythologie, des italienischen Stegreiftheaters und eines imaginären Wien des 18. Jahrhunderts zu einem vielschichtigen Theater im Theater verbunden. Die Gegensätze zwischen Komödie und heroischem Drama, zwischen hoher Kunst und oberflächlicher Unterhaltung, zwischen idealer Liebe und sinnlichem Flirt sind jedoch Themen des 20. Jahrhunderts, die in historischem Gewand verhandelt werden. Strauss ist dieser Vielschichtigkeit mit einer üppig blühenden, psychologisierenden aber auch mit Stilzitaten des 18. Jahrhunderts durchsetzten Partitur gerecht geworden. Die in ihrer zweiten, heute gängigen Fassung 1916 in Wien uraufgeführte Oper gehört zum Feinsten und Inspiriertesten im Schaffen des großen Opernkomponisten.
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