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Eugène Ionesco

Die kahle Sängerin

Anti-Stück in elf Szenen

Schauspiel
Premiere 13.10.2007
Spielstätte
Weitere Termine werden in Kürze bekannt gegeben

Stückinfo

Das Ehepaar Martin besucht das Ehepaar Smith und stellt zunächst einmal nach umständlicher Beweisführung fest, dass es tatsächlich verheiratet ist. Dann beginnen die Paare eine Unterhaltung, die jedoch am Ende in völlige Sinnentleertheit zerfällt. Übrig bleiben Laute, Buchstaben, Bruchstücke; die Figuren sind Sprachrohre für die immer sinnfreier werdenden Sätze und Dialoge, die Ionesco aus Konversationslexika und dem Alltag zusammengetragen hat. So entstehen faszinierende Gespräche zwischen Langeweile und Hysterie. Doch unter der Beiläufigkeit brodelt es. Die Figuren versuchen mit ihren unzulänglichen sprachlichen Mitteln eine kleine Oase in der Wüste des Widersinns zu schaffen. Wenn sie dabei versagen, und das tun sie fast immer, lauert die nackte Existenzangst unter der Oberfläche.

Eugène Ionescos Einakter Die kahle Sängerin ist ein Klassiker des absurden Theaters. Kommunikation gleicht in diesem Text einem klinischen Versuch, aber mit einer großen Portion grotesken Humors. Die beiden Ehepaare Smith und Martin, das Dienstmädchen Mary und ein Feuerwehrhauptmann bilden das Personal des absurden Textes.

„Ich habe den Eindruck, in einer mehr oder weniger gut eingerichteten Welt von sehr höflichen Menschen zu stehen. Plötzlich geht etwas kaputt, zerreißt, und der ungeheuerliche Charakter der Menschen kommt zum Vorschein. Theater ist vielleicht das: Die Enthüllung von etwas, das verborgen war. Theater ist das Unerwartete, das sich zeigt. Theater ist Überraschung.“ (Ionesco)

Bilder

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