Woyzeck
Dramenfragment von Georg Büchner mit einer Ergänzung von Gerhild Steinbuch
Premiere 28.02.2026
Spielstätte Schauspielhaus
Termine 2025/2026
Weihnachtsgeschenkabo Schauspiel, VOEST-Abo Schauspiel
Schauspielhaus-Abo
Abo 3x3
10.30 Einführung
17.30 Einführung
Buchungsanfragen Schulen unter +43 (0)732/76 11-121, schulbuchungen@landestheater-linz.at
Theaterpaket 15+, Abo Schule Theaterpaket 15+ Schauspiel
Freitag-Reihe 2
Landabo Donnerstag, Frühjahrsschnupper-Abo Schauspiel
Stückinfo
Woyzeck, ein einfacher Soldat, dient einem Hauptmann als Barbier. Von dem Lohn kann er seine Geliebte Marie und das gemeinsame Kind nicht ernähren, also verdingt er sich zusätzlich als medizinisches Versuchsobjekt. Die Folgen der Versuche schwächen den ohnehin vom Leben Gezeichneten so sehr, dass er sich mehr und mehr in einer Welt von Wahnvorstellungen verliert. Zumal der Tambourmajor längst ein Auge auf Marie geworfen hat und nichts unversucht lässt, sie zu erobern. Und so schreitet Woyzeck schließlich zur Tat.
Schauspieldirektor David Bösch widmet sich in dieser Saison diesem so bedeutenden Werk der deutschen Dramenliteratur und zeigt es als ein von Versehrten und verlorenen Seelen bevölkertes Endzeitszenario.
Bei seinem frühen Tod 1837 hinterließ Georg Büchner Woyzeck als Fragment, offen für Aneignungen. An dessen Ende setzte der deutsche Dramatiker den Mord an einer Frau, lange bevor der Begriff Femizid für diese Art von Verbrechen geprägt wurde.
Eigens für diese Inszenierung hat die österreichische Dramatikerin Gerhild Steinbuch, Leiterin des Instituts für Sprachkunst an der Angewandten, eine Ergänzung verfasst. In ihrem berührenden Theatertext gibt sie der Marie eine Stimme und zeigt, wie tiefgreifend die Erfahrung von sexualisierter Gewalt die Wahrnehmung von Körper, Seele und Welt prägt.
So entsteht ein Theaterabend im Spannungsfeld zwischen klassischem Kanon und zeitgenössischer Fortschreibung – zwischen Fragment und neuer Perspektive.
Jede dritte Frau in Österreich erlebt körperliche und/oder sexualisierte Gewalt. Fast immer durch einen Mann, der ihr nahesteht. Zu diesem Thema findet anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2026 im Anschluss an die Woyzeck-Vorstellung vom 6. März ein Podiumsgespräch mit Martina Maurer, der stellvertretenden Geschäftsführerin des Gewaltschutzzentrums OÖ, und Schauspieldirektor David Bösch statt.
Während des Vorstellungszeitraums von Woyzeck findet die Ausstellung ERBSEN ZÄHLEN statt, die zu den regulären Öffnungszeiten im Foyer des Schauspielhauses gezeigt wird.
Dafür haben Studierende der Kunstuniversität Linz unter Leitung von Stefan Brandtmayr eigene Projekte zu Motiven aus Georg Büchners Dramenfragment und Gerhild Steinbuchs Zusatztext erarbeitet. Die Vernissage der Ausstellung findet am Samstag, den 28. Februar um 18.30 Uhr im Foyer des Schauspielhauses statt. Der Eintritt ist frei.
Bilder
Leitung
InszenierungDavid Bösch
Bühne und Kostüme
Patrick Bannwart
Musik
Karsten Riedel
Arrangements und Einstudierung
Joachim Werner
Dramaturgie
Wiebke Melle
Besetzung
Julian Sigl
Marie Zickwolf
Cecilia Pérez
Hauptmann
Alexander Hetterle
Doktor
Christian Higer
Tambourmajor
Daniel Klausner
Andres
Alexander Julian Meile
Soldat
Markus Ransmayr
Großmutter
Eva-Maria Aichner
Käthe
Katja Blessing
Musiker 1
Joachim Werner
Musiker 2
Georg Fichtenbauer
Nicolas Robert Lang
Musiker:in 3
Magdalena Müller-Hauszer
Jess Frank